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Hochtechnologie sorgt für Kostensteigerung im Gesundheitswesen

Der medizinische Fortschritt kostet die Krankenkassen Millionen, denn immer mehr Patienten lassen sich in die Röhre schieben. Dies geht aus dem Arztreport 2011 der Krankenkasse Barmer GEK hervor. Demnach ließen sich rund elf Millionen Deutsche zuletzt mit Hilfe einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) in einer Praxis oder einer Klinik untersuchen.

MRT und CT werden beispielsweise bei Verdacht auf Knochenschäden, Krebserkrankungen und Entzündungen eingesetzt. Dabei werden am häufigsten der Kopf, die Wirbelsäule, Arme und Beine durchleuchtet. Zwei Drittel der Untersuchungen erfolgen ambulant.

In deutschen Arztpraxen und Kliniken stehen derzeit etwas 4.600 CT- und MRT-Geräte. Eine Untersuchung mit diesen bis zu 750.000 Euro teuren Geräten kostet rund 700 Euro. Im Jahr 2009 wurden knapp 4,9 Millionen Bundesbürger mindestens einmal in einem CT durchleuchtet, 5,9 Millionen ließen sich mit Hilfe eines MRT durchchecken. Seit 2004 ist die Zahl der Menschen, die eine MRT-Untersuchung in Anspruch nehmen, um 41 Prozent gestiegen. Der Einsatz dieser Hochtechnologie ist damit zunehmend für die Kostensteigerung im Gesundheitswesen mitverantwortlich.

Die Krankenkassen werten den Einsatz der medizinischen Hochtechnologie zum einen durchaus als positiv, denn der gesetzlich Versicherte profitiert vom medizinischen Fortschritt und das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung demonstriert seine Leistungsfähigkeit. Zum anderen kommt es aber auch zu einer zunehmenden Strahlenbelastung durch MRT und CT. Deshalb sollte die Medizintechnik nicht deshalb eingesetzt werden, weil sie modern ist, sondern wenn sie medizinisch sinnvoll ist. Denn der Arztreport 2011 stellte auch fest, dass in weniger als 50 Prozent der Fälle sinnvolle Konsequenzen für die Therapie gezogen wurden. Ein Vorschlag lautet daher, genaue Leitlinien bei der eingesetzten Therapie zu entwickeln und Diagnosen in Zentren zu bündeln.

Redaktion e|pat|in®


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