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Hörsturz

Einen plötzlichen Hörverlust nennt man Hörsturz. Meist tritt eine akute einseitige Innenohrschwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit) auf. Häufig sind Patienten um das 50. Lebensjahr betroffen.

Ist die Ursache für den Hörverlust nicht bekannt, spricht man von einem idiopathischen Hörsturz. Auslöser können eine Durchblutungsstörung des Innenohres, eine Autoimmunerkrankung oder eine Virusinfektion sein. Auch seelische Faktoren können eine Rolle spielen.

Bei einem symptomatischen Hörsturz liegt in der Regel eine Grunderkrankung vor. Hier sind folgende Ursachen zu nennen:

  • bakterielle Erkrankungen (z.B. Lyme-Borreliose, Syphilis)
  • virale Infektionen (z.B. Mumps, Röteln, Masern, Herpes-Zoster-Infektionen (Gürtelrose), Aids)
  • starker Blutdruckabfall (gefäßbedingte Hörstörung)
  • Erkrankungen der Halswirbelsäule

Symptome:

  • plötzliche Schwerhörigkeit auf (meist) einem Ohr
  • keine Schmerzen
  • Druckgefühl im Ohr
  • Völlegefühl und Ohrgeräusche (Tinnitus) sind möglich
  • starkes Schwindelgefühl bei Beteiligung des Gleichgewichtsorgans

Bei einer akuten Hörminderung sollte umgehend ein Hals-Nasen-Ohrenarzt aufgesucht werden.


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