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Phobien

Menschen, die an einer Phobie leiden, haben eine stark ausgeprägte, an bestimmte Situationen bzw. Objekte gebundene Angst. Die Angst ist für andere nicht nachvollziehbar. Häufig genügt schon der Gedanke an die Situation oder den Gegenstand, Angstsymptome auszulösen. Wird der Betroffene mit dem Angstauslöser konfrontiert, kann es zu Panikattacken kommen.

Der Betroffene fürchtet in der Regel nicht die bestimmten Objekte oder Situationen, sondern die Konsequenzen, die der Kontakt mit dem Objekt oder der Situation auslöst. Zum Beispiel haben viele Menschen Angst, mit einem Fahrstuhl zu fahren, da er steckenbleiben könnte und sie darin verhungern könnten. Also versuchen sie, Fahrstühle zu meiden. Phobien können somit auch den Lebensraum einschränken.

Ursachen für Phobien:

  • traumatische Erlebnisse
  • innere Ängste, die durch ungelöste Konflikte ausgelöst werden
  • Umwelteinflüsse (man hört zum Beispiel von etwas Schlimmen und meidet es dann)
  • erbliche Belastung

Symptome:

  • die Gedanken kreisen ständig um die Gefahr
  • Angstgefühle, Unsicherheit, Gereiztheit
  • Angespanntsein
  • Herzrasen, Blutdruckanstieg, beschleunigter Atem, Schwitzen oder Zittern, Unruhe, Beklemmungsgefühle, Mundtrockenheit, Übelkeit, verstärkter Harndrang
  • Verhaltensänderungen: Flucht vor der Situation, ggf. sogar Flucht in die Sucht (Alkohol, Tabletten...), um die Angst zu betäuben.

Man unterscheidet folgende Formen:

Agoraphobie: Betroffene Menschen haben Angst vor Menschenmassen, dem Aufenthalt auf großen öffentlichen Plätzen, das Haus zu verlassen, Einkäufe zu machen oder alleine mit der Bahn, dem Bus, dem Schiff oder Flugzeug zu verreisen. Der Betroffene entwickelt ein Vermeidungsverhalten. Die Folge ist eine zunehmende Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Soziale Phobie: Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, löst beim Betroffenen eine große Angst aus. Das Halten eines Vortrages ist beispielsweise kaum mehr möglich. Die soziale Phobie ist häufig kombiniert mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und Angst vor Kritik. Erröten, zu Boden blicken, Händezittern, Übelkeit und Harndrang sind typische Symptome.

Spezifische Phobien: Diese Störungen sind durch die Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen gekennzeichnet. Beispiele sind Tierphobien (Spinnenangst), Höhenangst, Platzangst oder auch die Angst vor Ansteckung. Man bezeichnet diese Ängste aber erst dann als krankhaft, wenn für den Betroffenen ein erheblicher Leidensdruck vorhanden ist und es zu einer Beeinträchtigung des Tagesablaufes und/oder der sozialen Beziehungen kommt.


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